Das Domizil einer Mantelgesellschaft

Home  /  Die Mantel-GmbH – Welche Vorteile existieren?  /  Das Domizil einer Mantelgesellschaft

Wer ein Unternehmen gründen möchte und dafür den Erwerb einer Mantelgesellschaft als bestmögliche Option ansieht, sollte sich nicht nur Gedanken über die Geschäftsführung der GmbH oder die Finanzierung machen, sondern sich außerdem auch auf das Domizil der Mantelgesellschaft konzentrieren. Mit Domizil ist in diesem Zusammenhang der Sitz der Gesellschaft gemeint, der langfristig gesehen verschiedene Konsequenzen mit sich bringen kann. Eine Mantelgesellschaft kann stets im eigenen Land oder aber auch im Ausland sitzen. Österreich, Deutschland und die Schweiz sind beispielsweise beliebte Länder, um in diesen eine Mantelgesellschaft zu erwerben. Dies liegt in erster Linie daran, dass verschiedene Richtlinien nicht nur den Erwerb, sondern auch die spätere Führung einer Kapitalgesellschaft regeln. Andere Länder, beispielsweise in Übersee, bieten Unternehmern meist nur einen ganz groben operativen Rahmen, der zwar viel Freiraum lässt, aber gleichzeitig nur wenig Sicherheit und Orientierungshilfe bietet.

Wenn es folglich um den konkreten Kauf einer Mantelgesellschaft geht, dürfen die verschiedenen Analysen, die im Vorfeld erstellt werden und dabei helfen das Unternehmen optimal einzuschätzen, das Domizil der Mantelgesellschaft nicht außer Acht lassen. Gerade für Existenzgründer, die sich zum ersten Mal selbstständig machen möchten, sind diese Informationen von großer Wichtigkeit. Wer sich beispielsweise auf steuerrechtlichen Gebieten nicht besonders gut auskennt, wird verschiedene Vorteile nicht nur nicht nutzen, sondern eventuell sogar letztendlich noch einen Schaden produzieren, wenn etwa bestimmte Richtlinien nicht eingehalten werden. Schon innerhalb der Dreier-Zone Österreich, Deutschland und Schweiz existieren unterschiedliche Regelungen zu Erbringung von Stammkapital oder steuerlichen Belastung, die dem Unternehmer unbedingt bekannt sein müssen. Wer hierauf nicht achtet, riskiert hohe Steuernachzahlungen oder sogar Strafen.

Nachfolgend soll herausgestellt werden, inwiefern das Domizil einer Mantelgesellschaft Einfluss auf den späteren Betrieb des Unternehmens ausüben kann. Hierbei wird insbesondere auf die rechtlichen Situationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingegangen. Dabei können die Ausführungen nicht erschöpfend sein, da den umfangreichen gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien in einem derart komprimierten Text, wie dem vorliegenden, nicht vollständig Rechnung getragen werden können. Stattdessen soll dies als eine Art Einführung verstanden werden, welche die grundlegenden Details anspricht. Für weiterführende Informationen bezüglich dieses Themengebietes stehen unsere versierten Berater allerdings gern zur Verfügung. In einem vereinbarten Gespräch kann nicht nur die individuelle Situation des Unternehmers Beachtung finden, sondern es lassen sich außerdem spezifische Vor- und Nachteile unterschiedlicher Domizile einer Mantelgesellschaft herausfiltern.

Eine Mantelgesellschaft in Österreich

Österreich bietet für diejenigen Menschen, die eine GmbH gründen möchten, viele verschiedene Vorteile, bringt allerdings auch ein paar nicht zu verachtende Nachteile mit sich. Dasselbe gilt auch für diejenigen, die den konkreten Gründungsprozess umgehen möchten und stattdessen lieber auf eine bereits bestehende Mantelgesellschaft zurückgreifen möchten. Auch mit der Aktivierung einer GmbH, die bisher noch gar nicht oder zumindest in den letzten Jahren nicht mehr geschäftstätig gewesen ist, gehen in Österreich verschiedene Rechten und Pflichten einher, die von einem Jungunternehmer unbedingt bedacht werden sollten.

In Österreich stellt die GmbH eine der populärste Rechtsformen bei Unternehmensgründungen dar, was insbesondere daran liegt, dass die Haftung des Gesellschafters oder der Gesellschafter beschränkt ist. Eine GmbH gilt erst dann als rechtskräftig, wenn sie in das Firmenbuch eingetragen wurde. Hierfür ist es zuvor notwendig eine sogenannte Mindeststammeinlage zu hinterlegen. Diese beträgt im Regelfall 35.000 Euro, kann allerdings unter bestimmten Umständen auf 10.000 Euro heruntergeschraubt werden. Die Gewinne einer GmbH werden in Österreich zum einen durch die Körperschaftsteuer und zum anderen durch die Kapitalertragsteuer belastet. Eine GmbH setzt sich in Österreich aus einem Geschäftsführer, gegebenenfalls einem Aufsichtsrat sowie einer Generalversammlung zusammen, die jeweils eigene Rechte und Pflichten wahrzunehmen haben.

Eine Mantelgesellschaft in Deutschland

Auch in Deutschland können Mantelgesellschaften legal veräußert, erworben und anschließend aktiviert werden. Die hierfür geltenden Voraussetzungen können an dieser Stelle nicht beachtet werden, da diese Ausführungen zu weit führen würden. Stattdessen sollen kurz die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Mantelgesellschaft, aber auch eine reguläre GmbH, die in Deutschland neu gegründet wird, bedacht werden.

Die GmbH erfreut sich als Rechtsform für Neugründungen in Deutschland immer größerer Beliebtheit, da sich die verschiedenen Richtlinien in den letzten Jahren stark zum Positiven hin verändert haben. Auch in Deutschland gilt die beschränkte Haftung der Gesellschafter und die Verbindlichkeiten der GmbH werden aus dem Kapital des Unternehmens gespeist. Dieses Stammkapital beträgt in Deutschland 25.000 Euro, unter normalen Umständen folglich rund 10.000 Euro weniger als in Österreich. Dies kann für Neugründer wie auch für Käufer von Mantelgesellschaften einen deutlichen Vorteil mit sich bringen, da die finanzielle Belastung bei der Übernahme geringer ist. Im Gegensatz ist die Besteuerung einer GmbH in Deutschland weitaus umfangreicher als in Österreich. In Deutschland wird die GmbH nicht nur mit der Körperschaftsteuer und der Kapitalertragssteuer, sondern außerdem noch mit der Gewerbesteuer sowie gegebenenfalls der Umsatzsteuer belastet. Eine differenzierte Betrachtungsweise kann an dieser Stelle nicht geliefert werden, unsere Experten geben aber gern weiterführende Auskünfte.

Eine Mantelgesellschaft in der Schweiz

Die Schweiz bildet für viele Unternehmer gerade im Vergleich zu Deutschland und Österreich zahlreiche Vorteile. Während die Rechten und Pflichten einer GmbH weitestgehend gleich oder zumindest überaus ähnlich sind, existieren die Unterschiede vor allem in Bezug auf die Finanzierung sowie die steuerliche Belastung einer GmbH bzw. einer Mantelgesellschaft. So beträgt beispielsweise das Stammkapital, das bei der Gründung einer GmbH hinterlegt werden muss, nur 20.000 Schweizer Franken, was umgerechnet etwas mehr als 16.000 Euro entspricht. Dies bringt bereits hinsichtlich der Gründungskosten eine deutliche Minimierung des notwendigen Einsatzes mit sich, wovon in erster Linie Unternehmer mit einem geringfügigen Budget profitieren können. Auch hinsichtlich der Besteuerung hat die Schweiz einige Vorteile zu bieten. So werden die Einnahmen der GmbH zwar auf drei verschiedenen Ebenen besteuert, allerdings ergibt sich hieraus ein Spitzensteuersatz von maximal 25 Prozent. Das ist im Vergleich zu Deutschland und Österreich deutlich weniger und kann für verschiedene Unternehmer deutliche Vorteile mit sich bringen.

Bevor interessierte Jungunternehmer sich nun aber daran machen, eine Mantelgesellschaft in der Schweiz zu erstehen, lohnt es sich, zunächst mit unserem Team in Kontakt zu treten, die diesbezüglich mit weiteren relevanten Informationen aufwarten können.